Polypropylen (PP)

Polypropylen kennzeichnet sich durch seinen niedrigen Kostpreis, seine außerordentlich gute chemische Resistenz, das niedrige spezifische Gewicht und gute mechanische Eigenschaften. Außerdem ist es umweltfreundlich. Darüber hinaus weist es eine extrem niedrige Feuchtigkeitsabsorption von 0,1 % bei Sättigung auf. Es ist daher einer der am häufigsten verwendeten Kunststoffe. PP wird nicht nur in den meisten Industriezweigen eingesetzt, sondern ist auch in der Lebensmittelindustrie sehr beliebt.

PP-Homopolymere haben eine Glasübergangstemperatur von -10 °C und werden bei Temperaturen unter 0 °C spröde. Copolymere, der wichtigste Werkstoff für Teile von Fördersystemen, haben bei Temperaturen von -15 bis -35 ºC eine höhere Schlagzähigkeit, was allerdings auf Kosten der Steifigkeit und thermischen Eigenschaften geht. Die maximale kontinuierliche Gebrauchstemperatur für PP-Copolymer (PP) liegt bei etwa 80 °C.

Trotz der ausgezeichneten Beständigkeit gegen zahlreiche Chemikalien und Lösungsmittel ist PP nur beschränkt beständig gegen konzentrierte Säuren, Toluol, Trichlorethylen und Kohlenwasserstoffe im Allgemeinen. Die UV-Beständigkeit ist begrenzt.

Für Anwendungen, bei denen elektrische Ladungen und Entladungen Probleme verursachen können, setzt KIK für bestimmte Komponenten antistatische PP-Verbindungen auf der Grundlage eines speziellen leitenden Kohlenstoffs ein. Durch den Zusatz von leitendem Kohlenstoff reduziert sich bei diesen Werkstoffen die Schlagzähigkeit ein wenig.

Für Anwendungen, bei denen eine besonders hohe Flexibilität erforderlich ist, verwendet KIK einen eigens dafür entwickelten PP-Werkstoff, das PPK. Dieser Werkstoff verbindet eine geringe Flexibilität mit einer hervorragenden Schlagzähigkeit.